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WESTFALIA Historie

Hier können Sie sich über unseren Hauptlieferanten von Anhängerkupplungen "Westfalia" informieren ( Historie ) . Es begann an 1844, die Kugelkopfkupplung, bzw. Anhängerkupplung( AHK ) wurde an 1932 von Franz Knöbel erfunden, dem damaligen Mitinhaber und Direktor von Westfalia. Diese ist heute mit 50mm Standart auf der ganzen Welt.

Von der Schmiede zum GLOBAL PLAYER !!

 

1844

Johannes Bernd Knöbel gründet eine Schmiede

1876

Produktion von Kutschen, Fahrgeschirren, Jagdwagen und Schlitten

1932

WESTFALIA erfindet die Kugelkopfkupplung ( Anhängerkupplung ) auch AHK abgekürzt.

1966

Erste Anhängevorrichtung ( Anhängerkupplung) mit abnehmbarer Kugelstange

1985

Einführung der Spurstabilierungskupplung ( SSK )

1986

Erste Anhängevorrichtung ( AHK ) mit Automatiksystem, vollautomatische verriegelung und öffnung.

1994

Erteilung der ersten EG-Genehmigung nach 94/20/EG

1995

Serienfertigung der weltweit ersten Aluminium Anhängevorrichtung ( Anhängerkupplung )

1996

Gründung WESTFALIA Poland

1997

Fahrzeugspez. E-Anlage als reine Heckverkabelung durch Anhängerblinkleuchten Überwachung mit doppelter Blinkfrequenz

1999

Gründung WESTFALIA American Hitch, Inc. USA. Gründung der Westfalia-Automotive GmbH +Co.KG. (Trennung der Westfalia Werke GmbH+Co. Nach den Produktbereichen Anhängerkupplungen, Anhänger und Wohnmobile.

2002

WESTFALIA bringt als erster Hersteller die elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung auf den Markt.

2004

WESTFALIA bringt als erster Hersteller die manuell schwenkbare Anhängerkupplung auf den Markt.

2005

Gründung der WESTFALIA UK Ltd.

2006

Übernahme der Firma S.I.A.R.R. (Frankreich)

Die 2te Generation der Vollelektrischen Anhängerkupplung kommt auf den Markt. Start der Entwicklung der Rear End Carriers(REC) und einer Multi Carrier Unit (MCU).

2007

Übernahme der Firma MONOFLEX (Schweden Dänemark )

Innovationsinitiative "New Kinematics) Start der Enwicklung von neuen schwenkbaren Anhängerkupplungen

2008

Vorstellung des WESTFALIA Fahrradheckträgers PORTILLO

Erster REC Auftrag von GM.

2009

Gründung der WESTFALIA Automotive Polska.

2011

Gründung der Westfalia Automotive Rusland, Gründung der WESTFALIA Automotive Asia Pcific, Neuseeland, Gründung der WESTFALIA Automotive Italien.

2012

Vorstellung des neuen Westfalia Heckträger Portillo neuer Bezeichnung BC60

 

Die einzelnen Bereiche der WESTFALIA Werke werden rechtlich selbständig, für den Bereich Anhängevorrichtung entsteht die WESTFALIA Automotive GmbH & Co. KG für die Anhängerkupplungen.

 

 

 

Festtagsschrift von 1969 über 125 Jahre Westfalia  

 

Die Geschichte der Westfalia-Werke

Franz Knöbel & Söhne KG

und der Familie Knöbel

 

Die Knöbel stammen aus Niederbayern, aus der Gegend von Knöbeling. Die Knöbel Straße in München bezeugt noch heute die bayrische Herkunft des Namens.
Der Stammvater wandert um 1450 nach Westfalen und siedelt sich im fünfhundertjährigen Wiedenbrück an. Die familiäre Vorgeschichte ist nur dürftig aufgezeichnet, aber wir wissen, dass sich die Knöbel als Metzger, Lohnherrn, Fuhrleuten und Bauern Grundbesitz in der Stadt erworben haben.
Als Handwerker findet man die Knöbel auf Wanderschaft im ganzen Deutschen Reich, so auch den Stammvater der Firma.
Kaum 18-jährig, geht Johann Bernhard auf Wanderschaft und verbringt die meiste Zeit in Eckadsnauern bei Leipzig. Anschließend arbeitet er in Berlin und Hannover.
Als im Mai 1842 ein großer Brand das Zentrum von Hamburg rund um die Alster vernichtet, hilft er beim Wiederaufbau der Stadt.
In den letzten Jahrzehnten ist Wiedenbrück durch die Anlegung der Reichs Straße von Minden nach Koblenz und die neue Kunst Straße von Münster nach Paderborn zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt geworden.
So spielen die Fuhrleute im Kreis Wiedenbrück eine wichtige Rolle, weil sie die industriellen Produkte und die Fleischwaren zum Kunden transportieren.
Die Eröffnung eines Handwerkbetriebs, der die Bedürfnisse der Fuhrleute befriedigt, hatte deshalb an diesem Platz alle Aussicht auf Erfolg.

 

II. Die Gründerzeit oder die zweite Generation

Am 01.10.1844 eröffnete daher Johann Bernhard Knöbel, der Urgroßvater der jetzigen Generation, im Elternhaus am Klingelbrink Nr. 273 eine Schmiede. Er beschlägt nicht nur Pferdehufen, sondern fertigt auch Ackergeräte und Wagen in einer für damalige Verhältnisse ansprechende Stückzahl .
1876 wird die erste Kutsche gebaut. Seine Frau schenkt ihm sieben Kinder.
1854 wird der älteste Sohn Wilhelm und 1867 Franz als zweiter Sohn und jüngstes Kind geboren. Die Söhne lernen und arbeiten im väterlichen Betrieb. Als der Gründer schwer erkrankt, übernimmt Wilhelm die väterliche Schmiede und Franz erhält vom Vater ein neu erworbenes Haus und das nötige Werkzeug, um eine eigene Firma zu gründen.
Diese eigene Werkstatt eröffnet Franz Knöbel , der Sattler- und Polsterhandwerk sowie das Lackieren erlernt hat, im Sommer 1887, einem Steinwurf neben dem Elternhaus.
Die Teilung des väterlichen Geschäftsvermögens zwischen den Brüdern Wilhelm und Franz wird in einem Erbvertrag am 10.12.1887 vor dem Notar Hanewinkel geregelt. Danach erhält Wilhelm „sämtliche zu dem Gewerbe als Schmied und Wagenbauer gehörenden Materialien, Vorräte, fertige und unfertige Wagen und sonstige Waren. Dergleichen Verkaufsgegenständen, sämtliche Handwerksgeschirre, - indes mit Ausnahme derjenigen Handwerksgeräts und Materials, welches zumLackieren und Polstern bestimmt ist.“ Dies bekommt der Sohn Franz.
Bürgermeister Schmitz berichtete im Jahre 1894 dem Landrat: „Die hier befindliche Fabrik von Fahrgeschirren nimmt unausgesetzt einen größeren Umfang an: dieselbe hat guten Absatz ihrer Fabrikate und wird von dem Bestreben des Besitzers geleitet, Umfang und Absatz zu vergrößern und der Neuzeit entsprechende Fabrikate den Abnehmern zu liefern.“ Obschon die Brüder getrennte Betriebe führen, ist man der Ansicht, dass es sich um ein Unternehmen handelt. In der Geschichte der Stadt Wiedenbrück liest man 1899, dass der Bürgermeister dem Landrat vorträgt:, Geschäft von nicht zu unterschätzendem Umfange: … abgesehen von Bauern - Kutschen baut der Inhaber auch herrschaftliche Jagdwagen, Schlitten etc. Zugleich dient das Geschäft als Reparaturwerkstatt, Arbeit zeichnet sich aus durch Solidität. Dem Fleiß des Inhabers entsprechend, dehnt sich das Geschäft immer mehr aus und ist Umfang und Absatz jetzt als guter zu bezeichnen.“
Zu Beginn des ersten Weltkriegs arbeiten die Brüder Franz und Wilhelm noch zusammen. Wilhelm baut schwere Pferdewagen für Munitionstransporter, die bei Franz lackiert und mit Planen versehen werden. Ferner fertigt Franz Pferdegeschirre und Segel.
Im Handelsregister wird am 5.11.1917 eingetragen:

 

Franz Knöbel

Wagen-und Sattlerwarenfabrik

Klingelbrinkstrasse 327

Wiedenbrück



Die Kugelkopf- Anhängerkupplung ist noch nicht erfunden

Das ist gleichzeitig der Termin, an dem die Zusammenarbeit der Brüder endgültig aufhört
Nach dem ersten Weltkrieg, als die meisten Großbetriebe am Boden liegen und die Zeit bedingten Schwierigkeiten unüberwindlich scheinen, erweitert Franz Knöbel seinen Betrieb erheblich. Mit der bekannten Zähigkeit der Knöbel`s stellt er das Unternehmen auf die Fertigung von vier- und sechs
Sitzer Jagdwagen, Landauern, Gigs und Pferdeschlitten um. Mit der Neuentwicklung des „Selbstfahrers“, der ohne Kutscher gefahren werden konnte, gelingt ein entscheidender Marktdurchbruch. Der Selbstfahrerwird in großer Serie gefertigt.
Bereits 1920 wird ein Pressluft Schmiedehammer angeschafft sowie eine Drehbank, die die Fertigung immer mehr zu rationalisieren beginnt. In der schon als industrieller zu bezeichnenden Fertigungsstätte werden jetzt über 30 Mitarbeiter beschäftigt. Der Grundbesitz ist auf ca. 30.000 qm angestiegen.
Ein Jahr später werden bereits Grußteile für Fahrgestelle und Beschläge benutzt; die Fertigung kann infolgedessen weiter rationalisiert und die Qualität verbessert werden. Ständige Vervollkommnung und technischer Fortschritt kennzeichnen die solide Arbeit.
Die Wochenproduktion umfasst bereits über 25 Kutschen. Eine neue Holzkopierfräsmaschine wird angeschafft, auf der die Speichen automatisch gedrechselt werden. Von der Stadt Wiedenbrück wird das Grundstück an der Rheda Straße 45 in der Größe von 3.950 qm erworben. Als erster Bauabschnitt werden hierauf ein Ausstellungsraum undmehrere Büros sowie anschließend Werkstätten für Sattlerei und Lackiererei errichtet.
Laut Mitteilung an die Industrie- und Handelskammer in Bielefeld vom 1.2.1922 sind zu diesem Zeitpunkt 56 Mitarbeiter, davon 1 Angestellter, beschäftigt.
Am 1.3.1922 wird der Firmenname im Handelsregister beim Amtsgerich geändert in:

 

Fahrzeugfabrik Westfalia

Franz Knöbel & Söhne OHG

Wiedenbruck

 

Um den Absatz zu steigern, wird auf der Leipziger Messe ausgestellt.
Das Fertigungsprogramm umfasst wie in den letzten Jahren verschiedener Kutschentypen, den Selbstfahrer, Jagdgeschirre etc.
1923 erreicht die Inflation ihren Höhepunkt, zu dieser Zeit kostet ein ,,Selbstfahrer'' 28 Billionen Mark.
Im Jahre 1925 wird auf dem Grundstück an der Rheda Straße eine weitere einstöckige Fabrikationshalle errichtet, die in Tag und Nachtarbeit – zum Teil von den Mitarbeiten gebaut wird.
Sie nimmt die Holzbearbeitung und die mechanische Abteilung auf, die durch mehrere spanabhebende Maschinen erweitert wurde.
Durch das Aufkommen der Kraftwagen – es sind fast 500.000 in Deutschland
zugelassen - gestaltet sich der Verkauf von Kutschen immer schwieriger.
Es beginnt für die Familie Knöbel eine harte Zeit.
Sie bemühen sich deshalb um zusätzliche Verdienstmöglichkeiten und übernehmen die Vertretung der Firmen Oakland und Pontiac aus der amerikanischen General – Motors - Corporation, ferner die der französischen Firma Citroen und der deutschen Firma BMW.
Zu dieser Zeit konzentriert sich die deutsche Automobil Industrie auf die Produktion von Kleinwagen,wohingegen die größeren Automobile fast ausschließlichAusländischen Ursprungs sind.
Anhängerkupplungen werden zu diesen Zeitpunkt noch nicht gebaut.
Die Fabrikanlage an der Rheda Straße wird 1926 um eine Wohnung und einen hohen Holzschuppen erweitert.
Der Übergang vom rückläufigen Kutschenbau zur Automobilvertretung bringt finanzielle Schwierigkeiten mit sich.
Die Bemühungen richten sich jetzt darauf, eine Produktion aufzubauen, die der fortschreitenden Motorisierung angepasst ist.
Die Anhängerkupplung ist noch nicht erfunden.
Im Dezember 1927 werden die ersten offenen Kastenanhänger geliefert. Aber noch mit einer Zugösen - Anhängerkupplung, keine Kugel.
1928 wird in Essen eine Filiale eröffnet, in der patentierte Allwetterverdecke und feststehende Seitenfenster für alle Automobiltypen gefertigt werden, denn zu dieser Zeit hatten noch 83% der Automobile Klapp - Verdecke.
Bernhard, der 4.Sohn von Franz Knöbel , kehrt nach mehrjährigem Aufenthalt in Amerika in die Heimat zurück.In seinem Reisegepäck hat er eine Kiste mit modernem amerikanischen Werkzeug. Damit kann die inzwischen eingerichtete Reparaturwerkstatt weiter ausgebaut werden.
Jetzt beginnt die wirtschaftliche Situation immer kritischer zu werden. Der schwarze Freitag in Wallstreet hat die Weltwirtschaftskrise ausgelöst, die die folgenden Jahre zeichnet.
Während früher ein Westfalia-Anhänger zwischen 300 und 400 RM kostete, wird dieser 1932 für nur 150 RM vertrieben.
Es ist kein Wunder, dass zu einer Zeit, wo Deutschland 6 Millionen Arbeitslose hat, auch die Firma Westfalia wirtschaftlich am Boden liegt.
Durch Teilnahme an Rallys mit Citroen und BMW versucht man, den Anhänger populär zu machen.
Franz, der Sohn, entwickelt die Kugelkopf Anhängerkupplung angeregt durch die Gelenkpfanne eines Hänchenknochen. Diese Verbindung von Zugwagen und Anhänger war so revolutionierend, dass sie unübertroffen blieb.
Parallel zu der Fertigung von Anhängern, die durch Versuchsfahrten getestet werden, läuft 1929 der Bau von Spezialkarosserien auf Pkw-Fahrgestellen und von Fahrerhäusern für Lieferwagen. Außerdem sind Pkw-Karosserien damals überwiegend aus Sperrholz, werden repariert und mit Blech verkleidet.
In der gut ausgestatteten Lackiererei erhalten die Fahrzeuge ein einwandfreies Finish.
Es werden elektrische Schweißgeräte angeschafft, um die Fahrgestelle für Anhänger und Anhängerkupplungen schweißen zu
können.
Die letzten Kutschen verlassen 1932 das Werk. Damit endet (sinnbildlich) die zweite Generation, die das Steuer an die Söhne übergibt.
Franz Knöbel Senior hatte das Unternehmen durch die schwierigsten Jahre des deutschen Volkes geführt. Nach seinem Ausscheiden, schon fast siebzig Jahre alt, legt er nicht die Hände nicht in den Schoß, sondern steht seinen Söhnen mit Rat und Tat zur Seite.
Die Söhne Franz, Hans und Gerhard übernehmen die Führung des Unternehmens und bauen die Fertigung für Anhänger- und Anhängerkupplung auf.
Als 1933 die wirtschaftliche Entwicklung wieder aufwärts geht,steigt auch bei Westfalia der Umsatz erheblich.
Die KUGEL- Anhängerkupplung wird in der ganzen Welt patentiert.
Das Rote Kreuz bekommt die erste Feldküche, die in großen Mengenverkauft wird.
Durch die neue Steuergesetzgebung und den steigenden Wohlstandveranlasst, erhalten die Automobile stärkere Motoren und eignen sich somit noch besser zum ziehen von Anhängern.
1933 werden zum ersten mal auf einer Automobilausstellung Westfalia-Anhänger und Anhängerkupplung öffentlich vorgestellt.
Die Nachfrage steigt, und es werden immer neue Verwendungsmöglichkeiten entdeckt.
Im Jahre 1935 wird die zweite Etage auf die bereits bestehenden Gebäude an der Rheda Straße gesetzt.
Um den Anhänger und Anhängerkupplung Umsatzweiter zu steigern, wird ein Vertriebsnetz aufgebaut. Zunächst engagiert man Vertreterin den Städten Berlin, Leipzig und München. Gleichzeitig wird der erste Wohnhänger gebaut. Er besteht aus einem Holzgerippe, das mit Wachstuch bespannt ist. Da diese Bauweise sehr preisgünstig ist, wird sie so ähnlich auch heute noch angewandt.
Dieser Anhänger hatte bereits 4 Schlafplätze, Küche, Kleiderschrank und viele Staufächer .
Am 28.1.1936 werden im Handelsregister als Gesellschafter der OHG, die Kaufleute Franz Knöbel junior, Hans und Gerhard Knöbel eingetragen.
Der 4000ste Anhänger, ein Viehanhänger, wird am 2.6.1936 ausgeliefert. Über 100 Mitarbeiter sind im Werk beschäftigt.
Die Firma verfügt jetzt im ganzen Reich über ca. 20 Verkaufsstellen für Anhänger und Anhängerkupplungen. Am 21.Mai 1936 findet die erste Vertreter - Tagung in Hannover statt .
Das Jahr 1937 beginnt mit einem wichtigen Ereignis. Ein erstes Gelände von 23.500qm wird „ Am Sandberg“ erworben. Dieser Kauf war notwendig, da eine Erweiterung an der Rheda Straße unmöglich war.
Die Motorisierung schreitet immer weiter fort. Auf Krupp , Henschel und Daimler-Benz
Fahrgestelle werden Pritschen für die Wehrmacht Feldküchen gebaut. Neben dem Nutzanhänger-Programm wird der Typ „Landstreicher“, damals einer der modernsten Wohnanhänger mit Anhängerkupplung 1938 auf der Automobil-Ausstellung gezeigt und findet großen Anklang.
Bekannte Persönlichkeiten, wie die Sängerin Zarah Leander, der Rennfahrer Hans Stuck und
der Komiker Karl Napp, fahren ihn.
Aus dem großen wird der kleine „Landstreicher“, 60 cm schmaler, entwickelt.
Wie die anderen, so wird auch dieser Typ von den Knöbel selbst erprobt.
Ende der 30er Jahre sind über 10.000 Anhänger und über 50.000 Anhängerkupplungen gefertigt.
Über 30 Vertretungen betreuen die Kunden. Am 26.1.1941 stirbt der Senior Chef Franz Knöbel Der zweite Weltkrieg prägt auch bei Westfalia die Produktion.
Der 25.000ste Anhänger wird an das Deutsche Rote Kreuz geliefert. Auf Ford - Fahrgestelle werden Pritschen gebaut.
Zur Verbesserung der Liefermöglichkeiten werden Gleisanschlüsse installiert und die Fertigungsstätten erweitert. Neu gekaufte Grundstücke am Sandberg vergrößern das Werksgelände auf über 150.000 qm. 1945 wird die Firma umbenannt, in:

 

Westfalia Werke

Franz Knöbel + Söhne KG

Wiedenbruck

 

Die Hauptgesellschafter mit 83% sind:

Franz Knöbel Kommanditist

Hans Knöbel Kommanditist

Gerhard Knöbel Komplementär

 

Am 22.2.1945 wird das Werk II völlig zerstört, einige Wochen später ziehen die ersten Fahrzeuge der amerikanischen Streitkräfte in Wiedenbrück ein.
Um das Werk als Durchgangslager benutzen zu können, planieren sie das von Bombentrichtern übersäte Gelände. Langsam normalisiert sich das Leben.
Die ersten Soldaten kommen aus der Kriegsgefangenschaft zurück, und Ende des Jahres sind wieder 200 Mitarbeiter beschäftigt.
Im Jahre 1946 kann im nicht beschädigten Werk an der Rheda Straße wird die Anhänger und Anhängerkupplungs - Produktion aufgenommen werden. Es werden täglich 30 Anhänger gefertigt.
Im Laufe der nächsten Jahre können die zerstörten Fabrikationshallen wiederaufgebaut und bezogen werden.
Auf der „Hannover-Messe“ 1948, der die Automobilausstellung angeschlossen ist, werden
Produkte wie AHK vorgeführt. Hier wird auch ein leichter Wohnanhänger, passend zum VW, gezeigt, der in größeren Stückzahlen verkauft wird.
Ende des Jahres sind wieder über 250 Mitarbeiter bei Westfalia beschäftigt.
Nach der Währungsreform wird das bewährte Anhänger und Anhängerkupplung Programm weiterentwickelt und es beginnt für Westfalia, wie auch für die gesamte deutsche Wirtschaft, eine Zeit der stürmischen Entwicklung.
Die Währung ist beständig, man hat wieder Vertrauen.
Im Herbst 1949 wird die erste hydraulische Presse , mit einer Tischgröße von 3000 auf 1500mm gebaut, der bald eine weitere für Teile bis 6000 auf 2500mm Größe folgt. Das Pressen von
Stahlblech ist der Anfang einer neuen Entwicklung.
Am 3.3.1950 wird die 100.000ste Anhängerkupplung ausgeliefert.
Vertretungen, die zum Teil verwaist sind, werden neu besetzt und einigen Orten versuchsweise eigene Niederlassungen eröffnet, die jedoch bald in Großhandel für den „Superior“ entwickelt,ein sonst zweisitziges Fahrzeug, das von der Firma Gutbrod in Plochingen gebaut wird. Das Jahr 1951 steht ferner im Zeichen der Neuentwicklung eines Wohnanhängers und der Anhängerkupplung. Der T-5 hat ein Holzgrippe, das mit Aluminium beplankt wird; er hat eckige Holzrahmen, Klappfenster, eine einfache Küche und als Polsterung aufblasbare Luftmatratzen.
Er wird als erster deutscher Wohnanhänger in größeren Serien gefertigt.
Die Produktion von Gutbrod - Kombiwagen läuft an; in Wiedenbrück wird die gesamte Karosserie zusammengebaut, lackiert und installiert.
Auf der 35.Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt 1951 – der ersten nach demKrieg werden neben den Nutzanhängern auch Wohnanhänger ausgestellt und zum ersten male ein Wohnanhänger amerikanischen Ausmaßes gezeigt. Sein Aufbau ist 8,50m lang, 2.40m breit und hat einen großen Wohnraum mit Schlafcouch und 3 Sesseln, 1 Schlafraum mit 4 Betten, Küche und Toilette. Der Aufbau besteht aus einem Stahlrohrgerippe, das mit Aluminium beplankt ist;
es ist der größte Wohnanhänger, der auf dem Kontinent gebaut wurde.
Gleichzeitig beginnen die ersten Verhandlungen mit dem Volkswagenwerk über
Campingeinrichtungen für den VW - Kombiwagen, der seit einem Jahr in Wolfsburg vom Band läuft.
Ende des Jahres über 300 Mitarbeiter. Im Frühjahr 1952 wird die gesamte Montage der Gutbrod- Kombiwagen nach Wiedenbrück verlegt. Aus Plochingen kommen die leicht zu transportierenden Achsen, Motoren und die restlichen Pressteile für das Vorderteil des Fahrzeuges. Die
Tagesproduktion steigt bis auf 7 Fahrzeuge.
Wiedenbrück begeht im Mai sein 1000-järiges Bestehen, und im Herbst beginnt die Zusammenarbeit mit der Daimler-Benz AG, Gaggenau . Es wird ein geschlossenes
Fahrerhaus für den Unimog entwickelt und schon bald in Seriegefertigt.
Der Wohnanhänger T-5 wird weiter entwickelt zum T-4, der erstmals abgerundete Ecken und Fenster ohne Rahmen Fenster aus Sicherheitsglas hat.
Das Anhängerkupplung Programm wird ausgebaut.
Am 16.12.1952 wird der 50.000ste Anhänger an einen Metzger in Herne geliefert. Beim internationalenCampingtreffen lernt Hans Knöbel Wally Byam kennen, den damals größten Hersteller von Reisewohnanhängern. Kurz darauf fahren Franz und Hans Knöbel in die USA, und auf dem Rückweg per Schiff wird der Stahlblech-Wohnanhänger Typ „Camping 310“ entwickelt.
Unvermindert läuft die Produktion der Kasten + Viehanhängern und Anhängerkupplungen in großen Stückzahlen weiter, und findet großes Interesse. Für den Mercedes – Schlepper mit 6-Zylinder-Motor wird Anfang 1955 das Unimog -S- Fahrerhaus konstruiert und gefertigt.
Die Zahl der verschiedenen Camping - Einrichtungen übersteigt in diesem Jahr erstmals 300; außerdem werden 18.000 Anhängerkupplungen gebaut.
Neue Fabrikhallen mit insgesamt 2.500qm werden fertiggestellt und bezogen.
Im Herbst 1956 wird ein neues Fahrerhaus für den Diesel Unimog entwickelt, das die alte Version ablöst. Dieses Fahrerhaus ist wesentlich breiter und geräumiger und mit einer durchgehenden gewölbten Windschutzscheibe ausgestattet.
Die Wohnanhängertypen 400-4 und 400-2 werden entwickelt. Aufbaulänge vier Meter, mit Wasch- und Toiletten-Raum und entweder vier Betten quer oder zwei Betten längs.
Die erste Doppelwirkende hydraulische Presse wird gebaut.
Die Zahl der Mitarbeiter steigt Ende des Jahres erstmals auf über 500 an.
Die Zeit von 1958 bis 1961 ist sehr erfolgreich, mit Wohnmobile, Anhänger und
Anhängerkupplungen es sind aber auch die schwersten Jahre in der Entwiklung der Fa. Westfalia und der Familie Knöbel. kurz nacheinander sterben Franz, Hans und Gerhard Knöbel. Die noch von ihnen geplanten und vorbereiten Arbeiten zum Ausbau des Werkes werden von bewährten Mitarbeitern weitergeführt.
Die neu entwickelten Wohnanhängermodelle 335-4, 333-2 und 465-4 kommen auf den Markt.
Die Blechzuschneiderei, Presserei, Dreherei und der Werkzeugbau für Anhängerkupplungen beziehen die neu erstellen Hallen.
Die Kopierfräsmaschine mit 4000 nach 2000mm Fräsbereich wird aufgestellt, das neue Sägewerk wird in Betrieb genommen und mit neuen Maschinen bestückt.
Ein neuer Ausstellungsraum wird eröffnet. Ein Fließhand wird eingerichtet für Anhängerkupplungen und die Montage der VW-Campingwagen ( Wohnmobile ) die in den USA guten Anklang finden. Ende des Jahres 1961 hat der Jahresumsatz die 20-Millionen-Grenze weit überschritten, und die Belegschaft beträgt 678 Mitarbeiter.
Die dritte Generation gehört der Vergangenheit an. Sie war im wesentlichen
gekennzeichnet durch die drei Brüder, Franz den ältesten, Hans den drittältesten und
Gerhard den jüngsten. Franz, der Erfinder und Konstrukteur der Anhängerkupplung und der Anhängerbremse sowie der Werkzeugbau waren sein Werk. Hans, der die Ideen in die Tat umsetzte und die Produktion vorantrieb und ausbaute. Er war unermüdlich darauf bedacht, neue Produkte zu schaffen und wirtschaftlich zu fabrizieren. Gerhard, der Kaufmann, der auch in schweren Jahren für die Liquidität der Firma sorgte und der den Verkauf ausbaute.
Sie alle drei waren ein Gespann, das der vierten Generation die Richtung wies, aber, bedingt durch den frühen Tod, eine große Verpflichtung auferlegte.

 

 V. Verpflichtung und Fortführung oder die vierte Generation

Die plötzlichen und kurz aufeinanderfolgenden Sterbefälle zwischen die vierte Generation in ihre Aufgaben. Anfang der 60er Jahre übernehmen sie das Steuer, unterstützt von tüchtigen und bewährten Mitarbeitern. Frau Margret Werdehausen, Tochter von Franz Knöbel jun., nimmt ihr Recht, komplementär zu werden, gegenwärtig noch nicht in Anspruch, trifft aber zusammen mit ihren Vettern grundsätzliche Entscheidungen, eine mittelbare Geschäftsführung - Horst und Werner Knöbel sind als Komplementäre für die Firma verantwortlich. In diese große Aufgabe gehen beide wohlvorbereitet.
Anregungen für die Verbesserung der Erzeugnisse und Kenntnisse über moderne
Vertriebsmethoden, besonders aus den USA. Die Werke sind durch verschiedene
Erweiterungsbauten der letzten Jahre gut gerüstet und können noch vergrößert werden.
Aus der alten Hufschmiede ging die Fertigung von Zugvorrichtungen hervor und weitere sich über das Presswerk mit Werkzeugbau für die Blechverarbeitung aus.
Vor einiger Zeit musste die junge Generation entscheiden, ob die Fertigung von glasfaserverstärkten Kunststoffen, der Erkenntnis der technischen Entwicklung folgend, auszunehmen sei. Jetzt wird eine große Halle für 4 Pressen gebaut. Aus dem alten Stellmacher - Werk sind die Möbelfertigung und das Sägewerk erwachsen. Die Möbelfertigung konnte die steigenden Stückzahlen, die das Campingprogramm ( Wohnmobile ) benötigte,
nicht mehr decken. Es wurde daher eine Möbelfabrik, die neben dem Werksgelände liegt, erworben. Die gesamte Möbel-, Sperrholzfertigung wurden hier nach modernsten Gesichtspunkten neu aufgebaut.
Die frei gewordenen Hallen werden von der Zubehörteile-Fertigung, Stanzen für
Anhängerkupplungen und Schweißerei übernommen. Das Sägewerk steht heute mit modernsten Maschinen ausgerüstet da und schneidet nicht nur Holz für den einigen Bedarf, sondern beliefert auch die Bauindustrie.
Der Zuganschluss wurde wesentlich erweitert, um die Verladung besser bewältigen zu können.
Aus der alten Kutschenfabrik hat sich folgerichtig der Anhängerbau und die Anhängerkupplung – Fertigung entwickelt.
Was früher von Pferden bewegt wurde, wird heute von Automobilen gezogen.
Fertigungsstraßen für Fahrgestelle und Aufbauten und einer allen Anforderungen gerecht werdenden Karosserie-Lackierung wurden eingerichtet. Die technische Entwicklung geht weiter.
Es werden neue Anhänger entwickelt, wie der Typ „Essen“, der Campinggepäckanhänger, der Typ „München“ und der Typ „Berlin“, die eine noch rationellere Fertigung von Anhängern und Anhängerkupplungen erlauben.
Diese Produkte werden über deutsche und europäische Vertriebsnetze verkauft.
Ständig werden neue Märkte erschlossen.
Für das Volkswagenwerk werden Großraumholzpritschen gefertigt.
In Zusammenarbeit mit der Technischen Entwicklungsabteilung des VW-Werkes und der Deutschen Bundespost wird ein Sonderfahrzeug auf dem Fahrgestell des VW-Käfers entwickelt, der Typ 147.
Dieser Wagen wird auch in der Privatwirtschaft eingesetzt. Die geschäftliche Entwicklung konnte in den letzten Jahren kaum besser sein. Kürzlich sind der 50.000ste Campingwagen und der
100.000ste Anhänger vom Band gelaufen, und im nächsten Jahr wird die 1.000.000ste Anhängerkupplung gefertigt werden.
Der Jahresumsatz konnte 1968 auf rund 52 Millionen gesteigert werden
und hat sich somit in drei Jahren mehr als verdoppelt.
Die Belegschaft ist auf über 850 Mitarbeiter angewachsen.

 

 

Festtagsschrift von 1969 über 125 Jahre Westfalia 

 

 

 

 

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